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- Geschrieben von Maître de Devil
Von der Elbe zur Ahlen Wurscht
„Meine Oma Anna war Köchin!“ beantwortet Eckhoff die Frage, wie er denn zum Kochen gekommen sei. Alle Ferien in einer Gastro-Küche alter Bauart in den Fünfziger Jahren; mit Holz und Kohle fressenden, Hitze ausstrahlenden emaillierten Ungeheuern: kein Wunder, dass sein Frontcooking- und Cateringprojekt „aus Teufels Küche“ heißt.
20 Jahre kochen auf Mittelalterlichen Märkten, mit Kindern bei Ferienspielen der Dom- und Kaiserstadt Fritzlar, bei den Tagen der experimentellen Archäologie in Oerlinghausen oder auch in Mini-Kombüsen auf einem Großsegler: Jens Eckhoff hat am liebsten action um sich herum, wenn er die Löffel schwingt.
Und von der Küche des Mittelalters bis zu den Rezepten der Grimmzeit ist es nicht weit. Die immer gleiche Fragen: „Wie wird das für die heutigen Gäste genießbar?“ treibt ihn um. So is(s)t man als Gast auch immer Teil eines gastronomischen Experiments. Es scheint zu gelingen, die Wiederholerquote ist hoch. In diesem Jahr beschäftigt er sich mit der Küche des 18. Jahrhunderts, um ein 300jähriges Kirchjubiläum in Fritzlar-Dorla kulinarisch zu gestalten.
Auch ist seine Küche ständig zu Gast auf dem Fritzlarer Kaiserfest in der „Guten Stube“ Fritzlars, dem Marktplatz.
Zu den Lieblingsbeschäftigen zählt seit Jahren Kulturcatering. Seit über 15 Jahren gibt es die Veranstaltungreihe „Brunch mit Bach“ - viermal im Jahr am Sonntag Mittag in und um die Fritzlarer Stadtkirche. Zu den Dauerauftritten Eckhoffs zählt auch das Sommer-Open air in der Fritzlarer Kulturscheune sowie die Orgelnacht in Rotenburg/Fulda.
Mittlerweile fand das halbe Leben Eckhoffs in der Dom- und Kaiserstadt Fritzlar statt, und so soll es bleiben.
Und Oma Anna ist sicher nicht böse, wenn der Norddeutsche ihre Kartoffelsuppe mit seiner Ahlen Wurscht kocht.